Auf ein Neues – Auf spickmich!

Ich gebe zu, ich bin etwas spät dran: Es ist bereits Mittwoch und schon am Montag las ich in der hieisgen Lokalzeitung davon, dass eine Lehrerin aus NRW in ihrem Rechtsstreit mit dem Lehrer-Bewertungsportal spickmich.de in die nächste Runde geht. Man möge mir verzeihen.

Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem das Urteil des Bundesgerichtshofes als “endgültig” durch die Nachrichten ging. “Aber es gibt doch noch das Bundesverfassungsgericht?”, dachte ich mir. Ich muss gestehen, dass es mir gefällt, Recht zu behalten. Natürlich geht es weiter mit der Lehrerin, die ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung darin verletzt wird, dass gegen ihren Willen unter vollem Namen im Netz über sie hergezogen wird. Kann ich irgendwo nachvollziehen.

Und mal im Ernst: Solche Bewertungsportale – was sollen sie bringen? Dass die Lehrer ihre Unterrichtsqualität verbessern? Oder erstmal: verändern? Nur, weil irgendjemand, der diesen Unterricht nicht einmal erlebt hat, geschweigedenn den Unterrichtenden wirklich kennen muss unter einem Pseudonym oder völlig anonym stupide sagt “Scheiße ist’s” und weder Belege für seinen Standpunkt, noch Hilfen für den Lehrer, seine Fehler zu erkennen und zu beheben, bietet? So ein Schwachsinn!

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