… aber einige sind gleicher als andere.
So zum Beispiel meine Bundesfamilienministerin. Mein Verhältnis zu ihr ist ja bekanntermaßen eher kritisch. Und langsam frage ich mich, ob es nicht einfacher ist, ihr schlicht Dummheit zu unterstellen, als ein riesenhaftes Ausmaß an Bösartigkeit, das ich eigentlich nur noch mit “teuflisch” beschreiben kann. Ihre Religiösität bedenkend ist das schon ziemlich unfreundlich von mir und diesen Zug mag ich an mir selbst eigentlich nicht. Aber davon ab:
Als Ulla Schmidt mit ihrem Dienstwagen auf Kosten des Steuerzahlers in ihren Spanienurlaub fuhr und es nach dem Diebstahl des selbigen (des Autos, nicht des Urlaubs) hierzulande ein wenig Geschrei gab, habe ich milde gelächelt und das ganze als Nichtigkeit abgetan. Son Mercedes (oder was auch immer der Dienstwagen für ein Modell ist) frisst nicht annähernd soviel wie eine Bell, ein NH-90 oder ein CH-53 und er steht den Ministern halt zu. Sollen sie selbst fahren und den Sprit zahlen, mir ist das egal und dadurch, dass der Wagen nur in der Garage steht und nicht fährt, wird er auch nicht wertvoller und am Ende der Amtszeit vermutlich so wie so verramscht, weil der Nachfolger einen Neuwagen will. Soviel zum Thema Abnutzung und Wertverlust durch gefahrene Kilometer. Solange sie in ihren Fahrtenbüchern private Fahrten auszeichnen und auch mal auf eigene Kosten tanken – so what? Ham’ sie halt ‘nen Dienstwagen, unsere Volkszertreter. Bitte schön.
Interessant finde ich allerdings – und hier wird mir mein Hass auf meine geliebte Bundesfamilienministerin wieder zu offensichtlich – dass eine Frau von der Leyen Einblicke in ihr Fahrtenbuch verweigert, mit der Aussage, dieses enthielte personenbezogene Daten. Gerade sie. Die Frau hat Humor. Oder ist einfach nur unvergleichlich dumm, wie ich schon sagte bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Ich finde es jedoch unmöglich, dass diese Ministerin mit Argumenten ihren eigenen Zielen nützt und die selben Argumente von anderen einfach ignoriert. Und das ganze vermutlich ohne Konsequenzen in einem für sie negativen Sinne. Es ist die Dreistigkeit, die einige Miniseter gleicher macht als andere. Und Frechheit siegt ja bekanntermaßen…
Traurig.